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Vom Operator zur Altenpflegerin

Nach mehreren Stellen in technischen Berufen hat Britta Prötel nun in der Altenpflege ihre Berufung gefunden. In der Mitte ihres Lebens schult sie noch einmal um.

Auf einer Lebenslinie sind alle wichtigen Stationen im Leben eines Menschen dargestellt – von der Geburt bis zum Lebensende. Die Lebenslinie von Britta Prötel aus dem Evangelischen Pflegeheim Pillgram zeigt schon heute viele Stationen, obwohl sie gerade erst in der Mitte ihres Lebens angekommen ist.

Die 45-Jährige macht derzeit eine Umschulung zur Altenpflegerin. „Ich bin in meiner Klasse die Zweitälteste“, erzählt sie schmunzelnd, „aber das macht nichts.“ Ursprünglich hatte Britta Prötel nach ihrem Schulabschluss zunächst eine Ausbildung als „Facharbeiter für elektronische Bauelemente“ in einem Halbleiterwerk gemacht. Sie bekam drei Kinder und arbeitete dann als Maschinen- und Anlagenführer (auch „Operator“ genannt) in einem Betrieb für Solaranlagen. Doch das Unternehmen schloss, und sie fand in der strukturschwachen Region zwischen Berlin und Frankfurt/Oder keinen neuen Arbeitsplatz.

Tipp der Tochter

Es war die Idee ihrer Tochter, die als Altenpflegerin im Evangelischen Pflegeheim Pillgram arbeitet, dass auch die Mutter in die Pflege gehen könnte. Also ließ sich Britta Prötel im Jahr 2014 zur Pflegehelferin umschulen. Das entsprechende Praktikum machte sie bei einem Ambulanten Dienst. Danach zweifelte sie: Ob das etwas für mich ist?

Ihre Tochter ließ nicht locker: „Probier es doch mal in einer stationären Einrichtung, das ist ganz anders“, motivierte sie ihre Mutter. Die junge Altenpflegerin sollte Recht behalten. Seit September 2014 ist Britta Prötel Pflegehelferin in Pillgram und kommt jeden Tag gern zur Arbeit.

Zukunftssicherer Beruf

Letztes Jahr wollte sie von Hausleiter Frank Wiegand wissen: „Wie kann ich mich denn weiter qualifizieren?“ Er empfahl ihr eine Umschulung zur Altenpflegefachkraft. Seit Oktober 2017 drückt Britta Prötel also erneut die Schulbank mit dem Ziel, die dreijährige Ausbildung erfolgreich abzuschließen. „Altenpflege macht viel Freude und ist zukunftssicher“, sagt sie. „In diesem Beruf werde ich mich hoffentlich nicht mehr umorientieren müssen.“