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Rezepttipp: Wirsing mit Bauch

Gertrude Wedmann aus den Beecker Hausgemeinschaften / Haus an der Flottenstraße verrät eines ihrer Lieblingsgerichte und wie sie es früher zubereitet hat.

Ihre norddeutsche Herkunft ist unüberhörbar: Gertrude Wedmann (82) kommt von der Ostseeinsel Fehmarn. 21 Jahre lebte sie dort, anfangs in einem einsamen Haus direkt am Meer. Auf Fehmarn lernte sie auch ihren Mann kennen, der in Duisburg auf der Hütte arbeitete und sie mit ins Ruhrgebiet nahm. Das war eine sehr große Umstellung für die junge Frau, die die gute Seeluft und die Weite der damals noch nicht so touristisch erschlossenen Insel gewohnt war.

Jedes Jahr fuhr sie zurück in ihre Heimat, die auch für die beiden Kinder schnell das Zuhause wurde. Als der Lehrer ihren Sohn fragte, ob er denn in den Urlaub fahre, sagte dieser: „Nein, wir fahren nach Hause.“

Außer bei Luft und Landschaft stellte Gertrude Wedmann schnell auch bei den Essgewohnheiten einen Unterschied zwischen Norddeutschland und dem Ruhrgebiet fest. Eines ihrer Lieblingsgemüse ist Kohl. „Aber nicht so durcheinander wie hier!“, betont sie. Wirsingeintopf, wie er für die Region an Rhein und Ruhr typisch ist, kannte sie nicht.

So bereitete Gertrude Wedmann früher regelmäßig das Lieblingsgericht der Familie zu:

Sie kochte Bauchfleisch für etwa eineinhalb Stunden vor. Dann fügte sie grob geschnittenen Wirsing hinzu. Knapp 60 Minuten später legte sie Kartoffelstücke obenauf. Nach insgesamt zwei bis zweieinhalb Stunden hatte alles die richtige Konsistenz. „Und dann nicht matschen, so wie das hier gemacht wird“!, verrät sie den wichtigsten Unterschied.