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Pflegebereich für MmB: Rückblick auf die ersten fünf Jahre

Anfang 2014 eröffnete in den Beecker Hausgemeinschaften / Haus an der Flottenstraße ein neuer Wohnbereich für Menschen mit Behinderungen. Inzwischen ist auch Kurzzeitpflege möglich. Mitarbeitende begleiten die Familien intensiv und ermöglichen eine behutsame Eingewöhnung.

Auf den Start des neuen Angebotes, mit dem die Evangelische Altenhilfe Duisburg zu den Vorreitern in der Region gehörte, hatten sich die Mitarbeitenden gut vorbereitet. Sie nutzen dabei auch das Know-how der Amalie Sieveking Gesellschaft Duisburg, die in ihren Einrichtungen ausschließlich Menschen mit Behinderungen betreut. Bei der Konzeption des Wohnbereiches arbeiteten die Kollegen von Alten- und Behindertenhilfe zusammen, ebenso tauschten sie sich bei Hospitationen über die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen aus.

Im Januar 2014 zogen die ersten Bewohner ein. Die Zentrale Heimleitung Petra Rathofer erinnert sich: „Eine wertvolle Unterstützung war schon damals das Überleitungsmanagement.“ Es hilft Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern durch eine intensive Begleitung vor, während und nach dem Umzug in die neue Einrichtung.

Belastung für die Familie

Wie wichtig diese vor allem bei Familien mit einem behinderten Angehörigen ist, zeigt das Beispiel von Iris, die seit einigen Monaten in den Beecker Hausgemeinschaften / Haus an der Flottenstraße lebt. Iris hat das Down-Syndrom. Das Nesthäkchen der Familie ist fröhlich und lebenslustig. Deshalb waren ihre Schwester Birgit und Schwager Ewald sehr besorgt, als sich das plötzlich änderte: „Sie wollte nur noch im Bett bleiben. Wir waren ratlos.“

Bis Iris 55 Jahre alt war, lebte sie bei ihrer Mutter, die sich um sie kümmerte und sie zuletzt auch pflegte. Als die Belastung für die 84-Jährige zu groß wurde, suchte die Familie nach einer geeigneten Wohnform für ihre Tochter und Schwester.

Loslassen fällt schwer

Im Sommer 2018 fand Iris bei der Evangelischen Altenhilfe Duisburg ein neues Zuhause. Im Wohnbereich für Menschen mit Behinderungen lebt sie in einer familienähnlichen Gemeinschaft mit anderen Menschen mit Behinderungen. Ein speziell qualifiziertes Team aus Pflege- und Betreuungskräften unterstützt sie. Wohnbereichsleiterin Stephanie Labusch weiß: „Angehörigen von Menschen mit Behinderungen fällt das Loslassen häufig besonders schwer. In vielen Fällen nehmen sie erst dann Hilfe in Anspruch, wenn die eigene Kraft nachlässt. Wir versuchen deshalb, schon frühzeitig zu beraten, Alternativen aufzuzeigen und Ängste zu nehmen.“

Iris‘ Familie hat sich die Entscheidung über die weitere Betreuung von Tochter und Schwester nicht leicht gemacht. „Als sie umgezogen war und sich schnell eingelebt hatte, ist eine große Last von uns abgefallen“, erinnern sich Birgit und Ewald.