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“Nicht nur Blumen brauchen Pflege!”

So lautet das Motto des diesjährigen Aktionstages Pflege auf Initiative der Diakonie Deutschland. Auch die Pflegeeinrichtungen der Evangelischen Altenhilfe Duisburg beteiligen sich am 12. Mai am Aktionstag Pflege. In ihren Häusern verteilen sie Blumen, um auf die Situation der Pflege aufmerksam zu machen.

Das sind die Forderungen der Diakonie Deutschland:

  • Pflegekräfte sind toll, deshalb müssen sie toll bezahlt werden!
    Die Politik ist aufgefordert, endlich die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass tariflich vereinbarte Gehälter vollumfänglich refinanziert werden. Seit Jahren weigern sich so z.B. im ambulanten Bereich die Krankenkassen, tarifliche Gehaltssteigerungen komplett zu übernehmen. Fast jede Verhandlung endet in den Schiedsverfahren und vor den Gerichten. Als Folge müssen die Pflegezeiten fortlaufend gekürzt werden. Die angemessene Entlohung von Pflegekräften darf nicht auf dem Rücken der Pflegebedürftigen und Kranken ausgetragen und nicht zu einem Wettbewerbsnachteil der tarifgebundenen Einrichtungen und Dienste führen.
  • Jeder Mensch hat das Recht auf gute und würdevolle Pflege!
    Die Bundesregierung muss den Ausbau von Angeboten altersgerechter Unterstützung und Begleitung sowie von lokalen Netzwerken der quartiersnahen Versorgung fördern. Dazu müssen die Kommunen darin gestärkt werden, gemeinsam mit den Trägern und Leistungserbringern eine am Bedarf orientierte Pflege- und Versorgungslandschaft zu gestalten. Um dieser wachsenden Verantwortung nachkommen zu können, brauchen sie finanzielle Unterstützung.
  • Gute Pflege darf nicht arm machen!
    Die Pflegeversicherungsleistungen müssen jährlich so angepasst werden, dass die Eigenleistungen der Pflegebedürftigen nicht weiter steigen. Die Leistungen der Pflegeversicherung decken nur einen Teil der Pflegekosten. Da diese Leistungen jedoch seit Einführung der Pflegeversicherung 1995 nur marginal an die Preis- und Lohnentwicklung angepasst wurden, steigen die Eigenanteile der pflegebedürftigen Menschen seit Jahren an, was zugleich zu steigenden Ausgaben des Sozialhilfeträgers führt und für die pflegebedürftigen Menschen ein Armutsrisiko darstellt. Auch die 4-%-Steigerung der Budgets der Pflegeverisicherung ab Januar 2015 gleichen nicht – wie z. B. im ambulanten Bereich gesetzlich vorgesehen – die steigenden Preise durch Lohnzuwächse der letzten drei Jahre aus. Dann hätten hier die Budgets zwischen 5,5 bis 8 % steigen müssen. Hinzu kommt, dass immer mehr Kosten aus den Ländern den Pflegebedürftigen aufgebürdet werden wie z.B. in einigen Ländern die Altenpflegeumlage. Das Delta wird durch jede Reform größer statt kleiner.
  • Menschliche Pflege braucht Menschen, die sie leisten!
    Schon heute gibt es einen spürbaren Fachkräftemangel in der Pflege und der Bedarf an Pflegefachkräften wird weiter ansteigen. Deshalb ist die Politik gefordert, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Pflegeberuf für junge Menschen attraktiver machen und zugleich einen längeren Verbleib im Beruf fördern. Dazu gehören die verlässliche Finanzierung der tariflichen Gehälter durch Kranken- und Pflegeversicherung und eine anspruchsvolle und europaweit anerkannte generalistische Pflegeausbildung, die für alle Schülerinnen und Schüler kostenfrei ist.
  • Wer gut pflegen will, braucht Zeit!
    Die quantitative und qualitative Personalausstattung muss gezielter den Erfordernissen in den Einrichtungen und Diensten angepasst werden. Nicht nur die aktuellen Pflegeeinstufungen sind entscheidend, sondern der tatsächliche Hilfe- und Betreuungsbedarf der Pflegebedürftigen muss berücksichtigt werden. Eine zu knappe Personalausstatttung führt zu unzuverlässigen Dienstzeiten, erhöhten Fehlzeiten sowie zu dauerhafter Überlastung der Mitarbeitenden. Ständiger Zeitdruck in der Pflege gefährdet die qualitativ gute Versorgung der pflegebedürftigen Menschen. Durch die nicht auskömmliche Finanzierung der Pflegeleistungen werden die Einrichtungen gezwungen, die Pflegezeiten immer weiter zu reduzieren.

Mehr Infos: www.facebook.com/andiepflegedenken