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Mit einem guten Gefühl loslassen können

Iris hat das Down-Syndrom. Sie mag Stofftiere, Hörbücher und Mandalas. Das Nesthäkchen der Familie ist fröhlich und lebenslustig. Auch in der Werkstatt war Iris sehr beliebt. Umso besorgter waren ihre Schwester Birgit und Schwager Ewald, als sich das plötzlich änderte: „Sie wollte nur noch im Bett bleiben. Wir waren ratlos.“

Bis Iris 55 Jahre alt war, lebte sie bei ihrer Mutter, die sich um sie kümmerte und sie zuletzt auch pflegte. Als die Belastung für die 84-Jährige zu groß wurde, suchte die Familie nach einer geeigneten Wohnform für ihre Tochter und Schwester.

Ein neues Zuhause

Im Sommer 2018 fand Iris in den Beecker Hausgemeinschaften im Haus an der Flottenstraße ein neues Zuhause. Die Einrichtung der Evangelischen Altenhilfe Duisburg hat einen Wohnbereich für Menschen mit Behinderungen. Iris lebt hier in einer familienähnlichen Gemeinschaft mit anderen Menschen mit Behinderungen. Ein speziell qualifiziertes Team aus Pflege- und Betreuungskräften unterstützt sie. Wohnbereichsleiterin Stephanie Stephan (Foto links) weiß: „Angehörigen von Menschen mit Behinderungen fällt das Loslassen häufig besonders schwer. In vielen Fällen nehmen sie erst dann Hilfe in Anspruch, wenn die eigene Kraft nachlässt.“ Das müsse nicht sein, betont die erfahrene Pflegeexpertin: „Wir versuchen deshalb, schon frühzeitig zu beraten, Alternativen aufzuzeigen und Ängste zu nehmen.“

  

Vertrauen aufbauen

Viel Zeit für Fragen und Bedenken nimmt sich Natalie von Lackum. Die diplomierte Rehabilitations-Pädagogin der Evangelischen Altenhilfe Duisburg ist für Familien mit einem erwachsenen behinderten Angehörigen die erste Ansprechpartnerin und führt auf Wunsch auch Gespräche bei ihnen zuhause. „Vertrauen spielt eine große Rolle, das bauen wir ganz individuell und sehr behutsam auf“, erklärt Natalie von Lackum.

Iris‘ Familie hat sich die Entscheidung über die weitere Betreuung von Tochter und Schwester nicht leicht gemacht. Nach einigen Gesprächen und einem persönlichen Kennenlernen waren jedoch alle überzeugt, dass es Iris in den Beecker Hausgemeinschaften im Haus an der Flottenstraße gut gehen würde. „Als sie umgezogen war und sich schnell eingelebt hatte, ist eine große Last von uns abgefallen“, erinnern sich Birgit und Ewald.

Iris fühlt sich wohl

In ihrem gemütlichen Einzelzimmer fühlt sich Iris sehr wohl. Zu ihrer Bezugspflegekraft hat sie schnell Vertrauen aufgebaut und in der Gemeinschaft Kontakte geknüpft. Oft nimmt sie mit ihren Mitbewohnern oder auch allein an den Angeboten der Sozialen Betreuung teil. Auf ein Fest freut sie sich schon ganz besonders: Karneval. Ihre Fröhlichkeit ist dann besonders ansteckend.