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Schiff ahoi: Beecker Bewohner gehen auf große Fahrt

Knappe 36 Grad in Duisburg-Beeck: Die Hitzewelle 2018 hat Deutschland fest im Griff. Jetzt scheint eine Hafenrundfahrt im Duisburger Binnenhafen auf einem gut klimatisierten Ausflugsschiff eine gute Idee zu sein. Selbst an Deck weht meist eine kühle Brise. Es gilt der Hitze zu entfliehen.

  

Zwischen den Häuserfassaden in Beeck staut sich die Hitze mittlerweile ordentlich auf. Und so weht auch rund um die Pflegeeinrichtung der Evangelischen Altenhilfe Duisburg kein Lüftchen mehr. Mehrere Mitarbeiter aus der Pflege und der Sozialen Betreuung sowie elf Bewohner machen sich deshalb auf in Richtung Hafen. Sie sind voller Vorfreude. Viele sind gebürtige Duisburger und kennen ihr „Revier“. Die ersten Geschichten werden erzählt, Erinnerungen ausgetauscht. Die Frauen und Männer verteilen sich auf zwei Fahrzeuge. Mitfahrende in Rollstühlen werden gut angegurtet. Die Rollstühle fixieren die Fahrer nochmal extra. Sicherheit geht vor. Und dann geht es auch schon los. Nach zirka 15 Minuten Fahrzeit kommt die Truppe am Schwanentor in der Stadtmitte an.

  

Freie Sicht und angenehme Temperaturen
Nach und nach helfen die Mitarbeiter den Bewohnern aus den Autos. Es geht sogleich Richtung Schiff. An Bord bringen die Mitarbeiter die Bewohner unter Deck in ein klimatisiertes Restaurant, das rundherum nur Panoramafenster hat. Das heißt bei kühlen Temperaturen freie Sicht aufs Wasser und die Ufer. Perfekt. Besser geht es nicht! Jetzt fehlen nur noch kalte Getränke. Und prompt gießen die Betreuer kaltes Wasser, Cola und gekühlte Säfte ein. Das Team hat echt an alles gedacht. Es herrscht fröhliche Aufregung. „Ich kenne den Hafen“, verrät eine ältere Dame, die früher in Duisburg-Laar gewohnt hat. Auch ein anderer Bewohner schildert freudig, dass er den Hafen kenne. „Da drüben haben meine Eltern gewohnt“, erzählt er strahlend und zeigt mit dem Finger Richtung Kasslerfeld.

  

Frische Brise um die Nase
Plötzlich röhrt es leise. Das Schiff bewegt sich, verlässt seinen Liegeplatz. Alle schweigen und genießen das Manöver. Sie schauen aus den riesigen Panoramafenstern aufs Wasser und die Ufer. Der Kapitän dreht das Ausflugsschiff, steuert es kurz danach unter eine Brücke durch. Es ist nun auf dem Rhein. Der Schiffsführer erzählt viel, gibt interessante Infos über den Duisburger Binnenhafen, der der größte der Welt sei. Die Ufer des Rheins sind gesäumt mit Industriegeschichte und -kultur. Ob alte Holzkräne, Schrottinseln oder unterschiedlichste Werke – der Kapitän lässt kein Detail aus. Die Köpfe der Bewohner gehen nach rechts und nach links. Sie wollen alles sehen. Einige Ausflügler gehen auch kurzzeitig an Deck. Hinten am Bug ist es besonders interessant. Die Schrauben bringen das Wasser zum Schäumen. Schnell wird klar, mit welcher Kraft der Ausflugsdampfer sich bewegt. Eine Bewohnerin freut sich über die frische Brise, die ihr um die Nase weht. Endlich Kühlung. So lässt sich die Hitze aushalten. Der Blick schweift von der einen Rheinseite über die sich kräuselnde Wasseroberfläche bis hin zum anderen Ufer. Im Hintergrund liegt die Friedrich-Ebert Brücke, die Homberg und Ruhrort verbindet.

  

Ruhrort: Schimanski und Oscar Huber
Das Schiff verlässt den Rhein wieder, es geht in einen Kanal an Ruhrorts bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei. Links liegen die Schifferbörse und der alte Schaufelraddampfer Oskar Huber. Der liegt majestätisch vor dem Ruhrorter Kneipenviertel, in dem so manche Schimanski-Folgen gedreht wurden. Es geht an Feuerwehr- und Polizeibooten vorbei in ein Hafenbecken. Der Kapitän zeigt den Gästen noch einige innovative Firmen. Unter anderem ein Unternehmen, das Alu-Boote verkauft, die bis zu 75 Kilometer pro Stunde fahren und sogar in Dubai verkauft werden. Dann schmeißt er den Rückwärtsgang an, es rumpelt laut. Die Bewohner freuen sich, fühlen sich sicher. Die ganze Zeit schauen sie raus. Es wird gelacht, geklönt und gestaunt. Nach zwei Stunden ist die Tour vorbei. Fröhlich geht die Truppe von Bord. 45 Minuten später sind die Senioren wieder in Beeck. Jeder hat ein Lächeln im Gesicht – der Ausflug war ein voller Erfolg.

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Der Autor dieses Beitrags, Sassan Dastkutah, macht derzeit eine Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen. Teil dieser Umschulung ist ein halbjähriges berufsorientiertes Praktikum, das er bei der Evangelischen Altenhilfe Duisburg absolviert. Er durchläuft unterschiedliche Abteilungen, um die Abläufe kennenzulernen und an typischen Aufgaben mitzuwirken.