Kontaktdaten

Wir sind für Sie da!

Flottenstraße 55
47139 Duisburg

0203 453-0

0203 453-501

Zentrale Beratung

Wir unterstützen Sie in allen Fragen rund um Alter und Pflege. Sprechen Sie uns an!

GVL: Know-how-Transfer von Duisburg nach Pillgram

Manja Manikowski ist Pflegedienstleiterin im Evangelischen Pflegeheim Pillgram Friedrich-Schulz-Haus und studiert berufsbegleitend Pflegemanagement. Mit ihrem Chef, dem Hausleiter Frank Wiegand, hat sie nach einem guten Thema für ihre Bachelorarbeit gesucht. Es soll um “Tod und Sterben” gehen. Genau damit beschäftigt sich auch Wilhelm Oesterschmidt, der für die Evangelische Altenhilfe Duisburg seit einigen Wochen als Berater für Gesundheitliche Versorgungsplanung in der letzten Lebensphase (GVL) arbeitet. Da lag die Idee auf der Hand: Manja Manikowski kommt für ein paar Tage nach Duisburg und lässt sich von Wilhelm Oesterschmidt alles zeigen und genau erklären. Sein Know-how kann dann nicht nur in ihre Bachelorarbeit, sondern auch in die Arbeit der Pillgramer Pflegeeinrichtung einfließen.

Eine ganze Woche konnte sich die 30-Jährige für ihre Hospitation in Duisburg Zeit nehmen. Ihre beiden Kinder wusste sie zuhause beim Papa gut versorgt. Die Autofahrt vom brandenburgischen Pillgram, das nicht weit von der Grenze zu Polen entfernt liegt, dauerte ungefähr sechs Stunden. Untergebracht war sie in einem Homberger Hotel direkt am Rhein.

Am Anfang stand ein gegenseitiges Kennenlernen. Dass die Chemie stimmt, stellten beide schon nach kurzer Zeit fest. Trotz (oder gerade wegen?) des ernsten Themas lachten die Brandenburgerin und der Niederrheiner viel – auch über ihre unterschiedlichen Akzente.

Für Manja Manikoswki ergab sich die Gelegenheit, an mehreren Gesprächen mit Bewohnern und Angehörigen teilzunehmen. “Ich habe gelernt, was für solche Gespräche wichtig ist”, sagt die Pflegedienstleiterin. “Wie steige ich in das Gespräch ein, worüber spreche ich, was ist auf jeden Fall zu klären?” Dass sie ihrem erfahrenen Kollegen bei vielem über die Schulter gucken durfte, empfindet sie als große Hilfe.

Bis September 2019 will sie ihre Bachelorarbeit fertig haben. 100 Seiten soll diese umfassen und als Buch gebunden sein. Das Land Brandenburg schreibt vor, dass Pflegedienstleitungen in Einrichtungen mit mehr als 80 Bewohnern einen akademischen Abschluss haben müssen.

Wilhelm Oesterschmidt hat großen Respekt vor dem Pensum von Manja Manikowski: “Ein Vollzeitjob, zwei kleine Kinder, dazu das Online-Studium am Samstag – das klappt nur mit viel Disziplin.” Wenn sich die Gelegenheit ergibt, will der GVL-Berater zum Gegenbesuch nach Pillgram fahren. “Auch weil ich den schönen Akzent vermisse”, schmunzelt er. “Ick freu ma!”