Kontaktdaten

Wir sind für Sie da!

Flottenstraße 55
47139 Duisburg

0203 453-0

0203 453-501

Zentrale Beratung

Wir unterstützen Sie in allen Fragen rund um Alter und Pflege. Sprechen Sie uns an!

Für Mozart ist man nie zu alt: Senioren lernen Klavier spielen

„Sehr gut, Frau Simoneit, und jetzt nehmen wir noch die weißen Tasten dazu“, motiviert Angelika Heinrich ihre 79-jährige Klavierschülerin. Die Klavierpädagogin der Musik- und Kunstschule der Stadt Duisburg (MKS) ist seit einigen Wochen regelmäßig zu Gast im Evangelischen Pflegeheim Altes Rathaus/Rumelner Hausgemeinschaften. Hier unterrichtet sie aktuell drei Seniorinnen im Alter von 79 bis 91 Jahren ohne Vorkenntnisse. Eine von ihnen ist Irmgard Simoneit. „Wir beginnen häufig mit einer ‚Frage-Antwort-Improvisation‘ und Frau Simoneit, die früher eine begeisterte Tänzerin war, kann hierbei sehr gut die Länge der von mir gespielten Passagen erfassen und eins zu eins wiedergeben“, freut sich Heinrich. Mit ihrer 79-jährigen Schülerin erarbeitet sie vor allem bekanntes Liedgut. „Ihre Spielfreude und ihre Gelöstheit nach jedem Unterricht zu sehen ist für mich immer wieder schön“, so die Klavierpädagogin.

Ein Instrument lernen noch im hohen Alter – das ermöglicht die Evangelische Altenhilfe Duisburg den Bewohnern ihrer Einrichtungen in Rumeln und Ruhrort. Die Idee dazu hatte Birgit Meschendörfer, die in Rumeln in der sozialen Betreuung arbeitet und sich in ihrer Diplomarbeit mit dem Instrumentalunterricht von Senioren beschäftigte. Ihr Fazit: Das Musizieren entspannt, verbessert Konzentration und Motorik. Insgesamt steigen dadurch die Lebensqualität und die Zufriedenheit der Bewohner.

Mit der MKS und der Duisburger Alzheimer Gesellschaft hat die Evangelische Altenhilfe Duisburg dabei zwei erfahrene Kooperationspartner: Bevor die Musikpädagogen mit dem Unterricht begannen, erhielten sie durch die Alzheimer Gesellschaft eine zielgerichtete Schulung, bei der sie unter anderem über verschiedene Pflegekonzepte und über den Umgang mit demenziell erkrankten Menschen informiert wurden.

Angelika Heinrich: „Allen Damen bereitet der Unterricht viel Freude und tut ihnen sichtlich gut. Und auch ich als Lehrkraft empfinde unsere gemeinsame Arbeit als große Bereicherung, die ich nicht mehr missen möchte.“