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Fortbildungsveranstaltung für Ehrenamtliche

In diesem Jahr hat die Evangelische Altenhilfe Duisburg ihre ehrenamtlich Mitarbeitenden zum ersten Mal zu einer internen Fortbildung eingeladen. Auf Wunsch der Teilnehmenden ging es um das Thema “Demenz und herausforderndes Verhalten”.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Fortbildung:

Erste Anzeichen einer Demenz

Ein wichtiger Unterschied zwischen Altersvergesslichkeit und Demenz besteht darin, dass bei Demenz nicht nur das Erinnerungsvermögen nachlässt, sondern die Betroffenen nach einiger Zeit auch ganz alltägliche Tätigkeiten nicht mehr ausführen können, z.B. Kaffee kochen, Schnürsenkel binden, Wäsche waschen. Sie können sich schlechter als früher konzentrieren, können ihren Tagesablauf nicht mehr in gewohnter Weise planen und organisieren und finden sich häufig nicht mehr in gewohnter Umgebung zurecht. Typisches Merkmal der Erkrankung ist ein Muster verschiedener Symptome. Es kommt zu Beeinträchtigungen, die das Erinnern, das Denken, die Sprache und die Orientierung betreffen. Veränderungen im Sozialverhalten und in der Persönlichkeit sind möglich.

Unterschied Demenz und Alzheimer

Es gibt verschiedene Demenz-Formen, die auf unterschiedliche Ursachen zurückgehen. Alzheimer ist eine Form der Demenz.

Grundsätzlich unterscheidet man primäre und sekundäre Formen der Demenz.

Die primären Demenzen haben ihren Ursprung im Gehirn. Es sterben Nervenzellen ab. Verbindungen der einzelnen Zellen verkümmern. Hierzu zählt die Alzheimer Demenz, aber auch eine gefäßbedingte, vaskuläre Demenz.

Bei den selteneren sekundären Demenzen stellt sich der geistige Verfall als Folge einer anderen, bereits vorhandenen Erkrankung ein, z.B. Depressionen, Alkoholsucht oder die stoffwechselbedingte Demenz.

Richtig kommunizieren

Menschen mit einer Demenz verlieren nach und nach die Fähigkeit zu kommunizieren. Normale Gespräche werden zunächst schwierig, später unmöglich. Dann finden sich andere Wege um miteinander in Kontakt zu bleiben.

Stellen Sie sich vor, die Menschen in Ihrer Umgebung sprechen von Dingen, die Sie nicht verstehen, jeder tut aber so, als sei alles ganz selbstverständlich. Wie würden Sie reagieren? Verärgert?  Verstört?  Eingeschüchtert?

Bringen Sie Verständnis auf. Beantworten Sie wiederholt gestellte Fragen.

Äußerungen, Gefühle und Verhalten sollen ernst genommen werden.

Manche Botschaften lassen sich auch ohne Worte vermitteln: Berührungen, streicheln, in den Arm nehmen. Die körperliche Zuwendung erzeugt oft eine größere Nähe als jedes Gespräch.

Demenzkranke benötigen viel Bestätigung – keine Kritik.

Demenzkranke brauchen Zeit und Ruhe, um über den nächsten Schritt oder eine Antwort nachzudenken. Stellen Sie nur einfache Fragen, am besten so, dass sie mit ja oder nein beantwortet werden können. Stellen Sie vor jedem Gespräch Blickkontakt her und sprechen sie den Demenzkranken mit Namen an. Reden Sie langsam und deutlich.  Überhören Sie Anschuldigungen und Vorwürfe. Sie sind meist ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Lassen Sie einen Moment verstreichen und wechseln Sie dann das Thema.