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Altenpflege-Ausbildung in Teilzeit: Familie und Beruf vereinbaren

Im Evangelischen Pflegeheim Orsoy macht eine Mitarbeiterin derzeit ihre Ausbildung zur Altenpflegerin in Teilzeit. So kann sie Beruf und Familie miteinander vereinbaren.

„Ich wollte etwas anderes machen“, dachte sich Admira Mehic vor gut zweieinhalb Jahren in einer Phase der beruflichen Umorientierung. Rund acht Jahre hatte die in Deutschland geborene Tochter bosnischer Eltern bis dahin als Kauffrau im Einzelhandel gearbeitet und zwei Kinder bekommen. Als Freunde und Familie ihr sagten: „Du müsstest Altenpflegerin werden“, war sie zunächst skeptisch. Trotzdem machte sie kurze Zeit später im Evangelischen Pflegeheim Orsoy einen Schnuppertag. „Ich fand das richtig schön“, erinnert sich Admira Mehic, die daraufhin als Altenpflegehelferin im Wohnbereich „Rheintor“ anfing.

Innere Zufriedenheit

„Es ist ein harter Beruf, aber er gibt mir eine innere Zufriedenheit“, beschreibt die 41-Jährige. Weil sie zukünftig mehr Verantwortung übernehmen und mehr Entscheidungen alleine treffen möchte, hat sie sich im vergangenen Jahr dazu entschieden, sich weiter zu qualifizieren. Seit Oktober 2017 ist sie Auszubildende zur examinierten Altenpflegefachkraft – in Teilzeit. „Mit Haus und Garten, Mann und zwei Jungen im Teenageralter bin ich auch noch an anderer Stelle gefordert. Da passt es wunderbar, dass ich die Ausbildung auch in Teilzeit machen kann“, freut sich Admira Mehic.

Anstelle der üblichen drei Jahre dauert ihre Ausbildung deshalb dreieinhalb Jahre. 14 Stunden in der Woche hat sie theoretischen Unterricht in Xanten, 17 Stunden arbeitet sie im Orsoyer Haus. Hinzu kommen mehrwöchige Außeneinsätze, zum Beispiel in der Ambulanten Pflege, im Krankenhaus und in der Psychiatrie.

Zum Lachen bringen

Wer mit der fröhlichen Frau spricht, kann ihren Anspruch leicht nachvollziehen: „Mein Ziel ist es, jeden Bewohner wenigstens einmal am Tag zum Lachen zu bringen.“ Das gelang ihr prompt auch bei Betty Tempel. Die 87-Jährige klagte zunächst über Zahnschmerzen, sang aber nur wenige Minuten später lettische und russische Lieder aus ihrer Kindheit und zitierte fehlerfrei Gedichte aus ihrer Konfirmandenzeit – alles lächelnd, natürlich!

Mit ihrer Begeisterung für die Altenpflege hat Admira Mehic sogar ihren Sohn überzeugt: Auch er befindet sich zurzeit in der Ausbildung, beide werden zeitgleich ihren Abschluss machen. „Es ist ein schöner Beruf, aber die Altenpflege muss einem auch liegen“, gibt die Rheinbergerin zu. „Für mich hat sich der Wechsel auf jeden Fall gelohnt.“