Diakonie

Kontaktdaten

Wir sind für Sie da!

Flottenstraße 55
47139 Duisburg

0203 453-0

0203 453-501

Zentrale Beratung

Wir unterstützen Sie in allen Fragen rund um Alter und Pflege. Sprechen Sie uns an!

Soziale Betreuung

Die soziale Betreuung ist Teil des Kernleistungsangebotes in unseren Einrichtungen. Pflege und soziale Betreuung arbeiten eng im Interesse des Bewohners zusammen. Ziel ist es, dem Bewohner ein möglichst eigenständiges Leben in der Einrichtung zu ermöglichen. Wo immer es erforderlich oder gewünscht, ist die soziale Betreuung assistierend und unterstützend tätig.

Die soziale Betreuung bietet eine Vielfalt von Aktivitäten an, zum Beispiel Einzelbetreuung, Gedächtnistraining, Sitzgymnastik, Singkreis, Vorlesen, Spiele Spaziergänge und Ausflüge. Zum abwechslungsreichen Programm gehören auch Feste und Feiern.

Aufgaben der sozialen Betreuung

  • Einzugsbegleitung
  • Biografiearbeit
  • Erhalt der Selbständigkeit des Bewohners
  • Steigerung seiner Lebensqualität
  • Größtmöglicher Erhalt von Alltags- und Sozialkompetenzen
  • Erhalt der Wohnzufriedenheit
  • Angehörigen- und Stadtteilarbeit

 

In der Nr. 5 unseres Magazins „miteinander“ ist dieser Beitrag über die soziale Betreuung erschienen:

 

Soziale Betreuung: mehr als Basteln und Bingo

Neben der Pflege spielt die soziale Betreuung in Altenhilfeeinrichtungen eine wichtige Rolle. Gezielte Angebote zur Alltagsstrukturierung tragen dazu bei, dass sich die Bewohner leichter in den Heimalltag integrieren können und sie zufrieden sind.

Wenn die Senioren im Evangelischen Alten- und Pflegeheim Orsoy morgens den Aufenthaltsraum im Wohnbereich „Rheintor“ betreten, hat Jessica Da Rold schon alles für das Frühstück vorbereitet: Der Tisch ist gedeckt, der Kaffee gekocht, das Brot auf den Tellern angerichtet. In der täglichen „Frühstücksgruppe“ begrüßt sie jeden Bewohner persönlich und wünscht einen guten Appetit. Wer Unterstützung braucht, dem hilft sie, zum Beispiel beim Schneiden des Brotes oder beim Nachschenken von Kaffee. Es ist ruhig und gemütlich in der Frühstücksgruppe – ein guter Start in den Tag.

Begleitung durch den Tag

Jessica Da Rold ist Alltagsbegleiterin und für die Bewohner eine wichtige Bezugsperson. Wenn alle gefrühstückt haben, informiert sie über Neuigkeiten aus der Zeitung: wichtige Nachrichten, Wettervorhersage, Spruch und Witz des Tages. Dann fragt sie jeden einzelnen nach seinem Sternzeichen und liest das Tageshoroskop vor. So kommt sie mit den Bewohnern schnell ins Gespräch und regt gleichzeitig ihr Gedächtnis an.

Neben den gemeinsamen Mahlzeiten – auch Mittag- und Abendessen werden möglichst in Gesellschaft eingenommen – stehen an jedem Tag andere Aktivitäten auf dem Programm. „Wir basteln und backen, singen und musizieren, machen Spaziergänge und kleinere Ausflüge“, erzählt Jessica Da Rold. Sehr beliebt sind auch gemütliche Fernsehnachmittage – momentan schalten die Senioren vor allem die Sendung „Shopping Queen“ besonders gern ein. Immer montags bietet die 35-Jährige zudem eine Igelballmassage an. „Das mögen unsere Bewohner besonders gern, weil es so schön entspannend ist.“

Besondere Erlebnisse

Angebote zur Entspannung gibt es auch in den Beecker Hausgemeinschaften / Haus an der Flottenstraße, zum Beispiel Handmassage. „Ein gutes Körpergefühl und ein gepflegtes Äußeres tragen wesentlich zum Wohlbefinden bei“, weiß Altentherapeutin Anna Steeger. Zum ersten Mal organisierte sie in diesem Jahr mit dem Team der sozialen Betreuung eine Modenschau. Zehn Bewohnerinnen und Bewohner suchten sich dafür in der Kleiderkammer ein Outfit ihrer Wahl aus, das die Alltagsbegleiterinnen mit Accessoires und Makeup typgerecht abrundeten. Zu schwungvoller Musik liefen sie dann im neuen Wohnbereich „An der Brauerei“ über den roten Teppich und durch den Indoor-Garten, um ihren Mitbewohnern ihr Styling zu präsentieren. „Wir haben die Modenschau mit den Teilnehmern intensiv vorbereitet, das hat allen viel Spaß gemacht“, ist Anna Steeger zufrieden. „Vor allem für unsere Bewohner war diese Veranstaltung ein ganz besonderes Erlebnis.“

Genaue Planung erforderlich

Frühstücksgruppen und Ausflüge, Feste und Feiern, Bastel- und Spielnachmittage, Einzel- und Gruppenangebote, aber auch Einkäufe sowie Arzt- und Krankenbesuche – dieses und vieles andere mehr sind Aktivitäten der sozialen Betreuung. Sie ist neben der Pflege eine wichtige Säule in Altenpflegeeinrichtungen und bedarf einer genauen Planung. Wie umfangreich diese ist, erklären Margit Hübner und Christian Pelikan aus dem Haus an der Rheinkirche in Homberg: „Für jeden neuen Bewohner gibt es eine Fallbesprechung mit wichtigen Informationen zu seiner Mobilität, Kommunikation, Kognition und Diagnostik. In der Integrationsphase besuchen wir ihn täglich. Nach 14 Tagen und nach sechs Wochen führen wir ausführlichere Gespräche, um zu ermitteln, ob er sich gut bei uns eingelebt hat und welche Wünsche vielleicht noch offen sind.“ Alles wird genauestens dokumentiert.

Zahlreiche Pläne und Listen sorgen im Haus an der Rheinkirche für einen möglichst reibungslosen Ablauf der sozialen Betreuung. So können sich alle Mitarbeiter jederzeit einen Überblick verschaffen, welche Aktivitäten bereits stattgefunden haben, welcher Bewohner noch betreut werden muss und welche außergewöhnlichen Vorfälle es möglicherweise gab. „Ein kurzfristig erforderlicher Arztbesuch zum Beispiel kann unsere Planung schon einmal durcheinander werfen. Dann müssen wir improvisieren“, sagt Christian Pelikan. Zur genauen Abstimmung gibt es zusätzlich täglich um 8.45 Uhr und um 13.45 Uhr kurze Dienstbesprechungen zur Übergabe. Margit Hübner. „Wichtig ist, dass alle Mitarbeiter aus Pflege und Betreuung jederzeit die Aktivitäten der Sozialen Betreuung nachvollziehen können, und zwar auch dann, wenn wir nicht anwesend sind.“